{"id":1015,"date":"2015-05-22T15:38:31","date_gmt":"2015-05-22T13:38:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gruppa-sued.de\/?p=1015"},"modified":"2022-09-18T18:12:32","modified_gmt":"2022-09-18T16:12:32","slug":"racing-club-de-strasbourg-union-sportive-de-colomiers-20","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gruppa-sued.de\/?p=1015","title":{"rendered":"Racing Club de Strasbourg &#8211; Union Sportive de Colomiers 2:0"},"content":{"rendered":"<p>Zuschauer: 27.820<\/p>\n<p><em><strong>Ein langersehntes Wochenende mit der Blau-Wei\u00dfen-Achse<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>Teil I<\/em><\/p>\n<p>Das Leben spielt uns allen oft \u00fcbel mit und zu viele Dinge machen uns Tag ein Tag aus betr\u00fcbt. Was wir alle brauchen, sind positive Ausblicke. Wir brauchen Vorfreude. Als irgendwann im Winter die Termine f\u00fcr den letzten Spieltag bekannt gegeben wurden, war so ein Ausblick pl\u00f6tzlich da. Strasbourg, Hertha und der KSC sollten an einem verl\u00e4ngerten Wochenende hintereinander spielen. Strasbourg und Karlsruhe zuhause, Hertha ausw\u00e4rts gegen die stinkenden Hoffenheimer. Sensationell! Das passte (seit langer Zeit mal wieder) wie Korn zum Bier. F\u00fcr mich stand die Tour sofort im Kalender, die anderen waren \u00e4hnlich entz\u00fcckt und so wurde bald ein reiner Gruppa S\u00fcd 9er gebucht. Die anderen Berliner machten auch richtig mobil (vor allem die Harlekins!), so dass es am Ende eine dreistellige Zahl Berliner nach Strasbourg schaffte. Gab es das \u00fcberhaupt schon einmal?<\/p>\n<p>Aber der Reihe nach. Die Woche vor dem Wochenende drehte sich nat\u00fcrlich schon komplett um die Tour. Zwei Tage lang bastelte ich am CD-Hitmix (\u201eGeile Bretter braucht die Welt!\u201c und \u201eEy Brettinger, was geht?\u201c) und vernachl\u00e4ssigte in \u00fcbler Art und Weise meine Pflichten. Ich wusste vorher, dass es Diskussionen um den Brett-Status geben w\u00fcrde (etwa bei Andreas Dorau mit \u201eInkonsequent\u201c), aber schei\u00df drauf, \u201eals das Ged\u00f6ns, die T\u00fcdelei. Bin ich schon lange nicht mehr hei\u00df drauf, das geht mir am Arsch vorbei.\u201c<\/p>\n<p>Das Kribbeln wurde immer st\u00e4rker und dann war der Zeitpunkt der Abfahrt gekommen. Fever H. und ich trafen die restliche 9er Besetzung versp\u00e4tet in Alt Glienicke. Wir hatten uns etwas verfranzt. Wer kennt sich denn auch in AGL aus? Ehrlicherweise war der Treffpunkt aber sauleicht zu finden. Egal, die Laune war gut und so rauschten wir ins Wochenende. Monsieur T\u00eate quengelte irgendwann nach einem Eis am Stiel und so fuhren wir einen Supermarkt an. W\u00e4hrend ich ein paar Dosen Dr. Clausthaler bei der Tanke orderte, kamen die Jungs mit ner ganzen Palette Dosenbier aus der Markthalle. Von da an entwickelte sich ein leichter Disput zwischen Quadratauge, unserem Fahrer, und der Suff-Besatzung. Schlie\u00dflich gab es Rastplatzforderungen im 15-Minuten-Takt. Kein Wunder, denn T\u00eate und Futschi-Guido bretterten als Ginge es um den Klassenerhalt von Hertha.<\/p>\n<p>Das bringt mich auf ein unsch\u00f6nes Thema: Hertha BSC. Hertha hatte es mal wieder geschafft gegen Eintracht Frankfurt den Sack nicht zu zumachen und drohte uns jetzt damit, unser langersehntes Highlight-Wochenende zu versauen. Bei allen drei Vereinen ging es um etwas. Strasbourg konnte in die 2. Liga aufsteigen, Karlsruhe in die 1. Liga. Unsere \u00e4tzende Hertha derweil konnte auch am 34. Spieltag immer noch in die 2. Liga absteigen. (Zumindest Relegation.) W\u00e4hrend die Spannung auf die Spiele im Stade de la Meinau und im Wildparkstadion voller Vorfreude war, war der Gedanke an Hertha in Hoffenheim einfach nur grausig. Schon vor dem Spiel wusste jeder, dass diese Ansetzung der Tiefpunkt des Wochenende werden w\u00fcrde. Das hat wenig mit Pessimismus zu tun. Das liegt schon in der Sache an sich: Ausw\u00e4rtsspiel in Hoffenheim.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck zum Freitagnachmittag. Wir arbeiteten uns also St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck von Parkplatz zu Parkplatz Richtung Frankreich vor und erlebten bei Heilbronn noch ne sch\u00f6ne \u00dcberlandfahrt. Irgendwas war auf der Autobahn los. Da heutzutage aber nicht mehr das Radio aufgedreht wird, sondern das Navi ne k\u00fcrzere Route berechnet, kann ich nicht berichten ob nun ein harmloser Reislaster seine Ladung verloren hat oder sogenannte Gaffer eine Massenkarambolage mit zig Toten verursacht haben. Klingt nicht lustig, ist es auch nicht.<\/p>\n<p>Die anderen Berliner 9er waren noch mehr im Verkehrsstrudel gefangen und befanden sich noch ein paar hundert Kilometer hinter uns. Wie immer \u2013 hier unten \u2013 schien die Sonne herrlich und zu den magischen Stimmen und Beats der Gospel Kids (mit ihrem Smashhit \u201eAllez Allez Strasbourgois\u201c) \u00fcberquerten wir den Rhein und waren f\u00fcr wenigstens einen Tag mal raus aus der alten deutschen Gr\u00fctze. Wir steuerten direkt das Stade de la Meinau an und sahen sofort was hier heute abging. Bereits drei Stunden vor dem Anpfiff standen Menschenschlangen an den Eing\u00e4ngen. \u00dcberall war aufgeregtes Fu\u00dfballvolk. Die Spannung war so gro\u00df, als k\u00e4me gleich ein Gewitterguss vom Himmel.<\/p>\n<p>Florian von den UB\u201990 regelte gleich mit dem \u00f6rtlichen Sicherheitschef unseren kostenfreien Eintritt (das Spiel war seit dem ersten Tag des Vorverkaufs ausverkauft! Und das in der dritten Liga IN FRANKFREICH!) und so wurde uns nicht mal der Schnaps abgenommen. Sau locker! Jetzt gab es erstmal ein fr\u00f6hliches \u201eSalut! \u00c7a va?\u201c mit den bekannten Nasen, wobei T\u00eate stolz wie Bolle gleich mal franz\u00f6sische K\u00fcsse in Empfang nahm. Vor dem Block der Ultra Boys gab es mal wieder keine Ordner (!), daf\u00fcr kontrollierten mehrere Ultra Boys die Leute, die ins Stadion wollten. Ich rede jetzt nicht von Taschenkontrollen, sondern von Typen-Kontrolle. Typen, die mit Barcelona, Man City oder Bayern-Trikots in die Kurve wollten, wurden n\u00e4mlich gleich mal abgewiesen. Da wurden unsere Kumpels ziemlich laut. Au\u00dferdem gab es das Problem, dass Tausende Jugendliche Karten auf anderen Trib\u00fcnen gekauft hatten, aber nat\u00fcrlich unbedingt in der Virage Nord-Ouest bei den Ultras stehen wollten. Tja die Jugend. Fluch und Segen! Jedenfalls reichte es den Ultra Boys irgendwann und sie machten die Aufg\u00e4nge dicht. Immerhin hatten sich ja noch jede Menge Berliner und auch ein gro\u00dfer Bus Karlsruher angek\u00fcndigt. Au\u00dferdem gab es auch heute eine Choreo (vom Ultra Boys Nachwuchs vorbereitet), bei der die Mithilfe der Leute von N\u00f6ten war. Eine Rasselbande von 500 umherspringenden Jugendlichen k\u00f6nnte die Sache da kompliziert machen.<\/p>\n<p>\u201eKompliziert\u201c ist das richtige Stichwort. In Strasbourg werden traditionell ja Choreos nicht so gemacht wie bei uns, wo mitunter schon am Vortag alles vorbereitet wird. Hier werden die letzten 10 Minuten vor dem Anpfiff genutzt um Zettel zu verteilen, Blockfahnen und Spruchb\u00e4nder auszubreiten etc. Die Hektik wird mit gef\u00fchlten 5 Megaphonen an verschiedenen Stellen des Blockes noch angeheizt und unser schlechtes Schulfranz\u00f6sisch reichte nat\u00fcrlich nicht aus um die gebr\u00fcllten Anweisungen zu verstehen. Heute gab es ein Bild aus Styroporpappen auf dem das 25-Jahres Logo der Ultra Boys 90 zu sehen war. 25 Jahre! Stellt Euch das mal vor. Diese Styroporpappen wurden nun aber nicht einfach hochgehalten. Das w\u00e4re zu leicht! Sie wurden als Puzzle-Teile von oben durch den Block an wei\u00dfen Zetteln vorbei gegeben und im letzten Moment vor dem Anpfiff zusammengesetzt. Das blanke Chaos! S\u00e4mtliche Ultra Boys waren komplett verschwitzt, fertig mit den Nerven aber waren nur wir. Am Ende hat es wieder mal geklappt und das Bild stimmte.<\/p>\n<div class=\"inline-attachment\">\n<dl class=\"thumbnail\">\n<dt><a href=\"http:\/\/gruppa-sued.de\/Wurstbrot!\/download\/file.php?id=149&amp;sid=a65aa39bfda3da9081fb286c83754427&amp;mode=view\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Colomiers4.jpg (344.87 KiB) 54-mal betrachtet\" src=\"http:\/\/gruppa-sued.de\/Wurstbrot!\/download\/file.php?id=149&amp;t=1&amp;sid=a65aa39bfda3da9081fb286c83754427\" alt=\"Colomiers4.jpg\" \/><\/a><\/dt>\n<\/dl>\n<\/div>\n<p>Die Spieler traten p\u00fcnktlich gegen das Leder und nun ging hier die Post ab. Es war einfach nur geil. Ich habe mit Strasbourg schon einen 1. Liga-Aufstieg miterlebt, mit viel Pyro und Feuerwerk. Das gab es heute nicht zu sehen, daf\u00fcr aber war die Atmosph\u00e4re grandios. Richtig laut kamen die melodischen Ges\u00e4nge der Strasbourgois r\u00fcber und oft stimmten die \u00fcbrigen Trib\u00fcnen mit ein. Sp\u00e4testens bei unserem Smashhit von der Fahrt gab es f\u00fcr uns kein Halten mehr. Die \u00fcbrigen Gruppen aus Berlin trafen kurz nach dem Anpfiff ein und zusammen wurde nun Racing nach vorne gebr\u00fcllt. Dass es heute keine G\u00e4stefans zu sehen gab, ist zwar schade, aber auch nicht das gro\u00dfe Drama. Was soll ich von einem Drittligisten erwarten, der 950km entfernt im S\u00fcden Frankreichs beheimatet ist und in einem Stadion spielt (Stade Bertrand-Andrieux), das laut Wikipedia \u00fcber eine Kapazit\u00e4t von 1.200 Pl\u00e4tzen verf\u00fcgt? Von mir gibt es hier keine Vorw\u00fcrfe.<\/p>\n<p>In der Vergangenheit sahen wir viel Murks bei Strasbourgspielen. Heute lief alles anders. Die Mannschaft hat einen Lauf und konnte \u2013 je nach dem wie die Kontrahenten spielten \u2013 heute sogar aufsteigen. Und dass, nachdem sie im letzten Jahr nur in der Liga geblieben sind, weil andere die Lizenz nicht erf\u00fcllen konnten. Vgl. Darmstadt \u2013 aber nur fast. Im Unterschied zu Hertha konnte Strasbourg im entscheidenden Spiel \u00fcberzeugen und gewann die Kiste hier heute dominant mit 2:0. Der zweifache Torsch\u00fctze war Jeremy Blayac. Wobei der erste Treffer in der 63. Minute vom Elfmeterpunkt erfolgte. In diesem Moment l\u00fcftete sich auch das Geheimnis, warum der Ultra Boy neben mir mit einer so dicken Jacke an diesem Sommerabend ins Stadion gekommen war. Er \u00f6ffnete den Mantel und eine Glasflasche mit selbstgebranntem Kreuzk\u00fcmmelschnaps kam zum Vorschein. F\u00fcr mich nicht, danke! Aber T\u00eate, Quadrati und co nahmen nat\u00fcrlich einen Probeschluck auf dieses Ereignis. Das habe ich auch noch nicht gesehen. Bei diesem G\u00e4nsehautspiel war es nat\u00fcrlich kein Wunder, dass der Kollege die Flasche bereits vor der 90. Minute ausgetrunken hatte. Logo.<\/p>\n<p>Der geilste Moment des heutigen Tages war \u00fcbrigens am Ende leider ein Fake. Irgendwie ging die Nachricht um, dass irgendwer \u2013 ich konnte da nicht mehr folgen \u2013 getroffen habe und Strasbourg jetzt auf einem direkten Aufstiegsplatz w\u00e4re. Die Nachricht machte so schnell die Runde, dass das ganze Stadion aufsprang und einen Mordsl\u00e4rm von sich gab. Das \u201eAux Armes\u201c m\u00fcsste bis Metz zu h\u00f6ren gewesen sein. Genau in diesem Moment fiel das 2:0 f\u00fcr Racing und es gab kein Halten mehr. Auch s\u00e4mtliche Berliner waren in kompletter Ekstase. F\u00fcr ein paar Minuten wurde der Aufstieg gefeiert. Dann pfiff der Schiri ab und pl\u00f6tzlich war \u00fcberhaupt keine Stimmung mehr auszumachen. H\u00e4? Wir guckten uns total verdutzt an. Offenbar war die Nachricht nur ein Ger\u00fccht. Denn es stimmte einfach nicht.<br \/>\nBourg Peronnas hatte gegen Boulogne 2 : 0 gewonnen und Bastia spielte 0:0 gegen Paris FC . Damit fehlte Stra\u00dfburg am Ende ein Punkt und ein paar Tore. Das hei\u00dft jetzt: Noch ein Jahr 3. Liga. Das ist nat\u00fcrlich sehr entt\u00e4uschend. Zumal ich geh\u00f6rt habe, dass sich die franz\u00f6sischen Clubs geeinigt haben, dass nur noch zwei Mannschaften auf- und absteigen sollen. Habe die Infos noch nicht \u00fcberpr\u00fcft, aber das w\u00fcrde nat\u00fcrlich einen Aufstieg noch schwieriger machen. So flog ein Bengalo auf das Feld und die Aufstiegsfreude verbrannte sinnbildlich in wenigen Sekunden. Schade, Schade. Es h\u00e4tte so sch\u00f6n sein k\u00f6nnen. Aber nein, f\u00fcr 90 Minuten war es sch\u00f6n! Und f\u00fcr 8 Minuten oder mehr sogar total ekstatisch. Das war ein unvergessliches Erlebnis. Wie sagte ein Karlsruher Freund nach dem Spiel? &#8222;Darum gehen wir doch zum Fu\u00dfball.&#8220; Yes, indeed.<\/p>\n<div class=\"inline-attachment\">\n<dl class=\"thumbnail\">\n<dt><a href=\"http:\/\/gruppa-sued.de\/Wurstbrot!\/download\/file.php?id=151&amp;sid=a65aa39bfda3da9081fb286c83754427&amp;mode=view\"><img decoding=\"async\" title=\"Colomiers11.jpg (401.2 KiB) 54-mal betrachtet\" src=\"http:\/\/gruppa-sued.de\/Wurstbrot!\/download\/file.php?id=151&amp;t=1&amp;sid=a65aa39bfda3da9081fb286c83754427\" alt=\"Colomiers11.jpg\" \/><\/a><\/dt>\n<\/dl>\n<\/div>\n<p>Erw\u00e4hnenswert ist noch ein Spruchband, dass auf die Web-Site\u00a0<a class=\"postlink\" href=\"http:\/\/anonym.to\/?http:\/\/www.solidariteultras.com\/\" rel=\"nofollow\">http:\/\/www.solidariteultras.com\/<\/a>\u00a0verwies. Ihr habt es vielleicht schon geh\u00f6rt. Ein Mitglied der Ultra Boys ist wegen einer Aktion in Rouen vor ein paar Jahren zu einer v\u00f6llig absurden Strafzahlung von 90889,81\u20ac verdonnert worden. Was war vorgefallen? Ordner hatten die mitgereisten Strasbourgois angegriffen, weil diese auf dem Zaun waren, um mit der Mannschaft abzuklatschen. Bittere Geschichte. Alle Infos findet Ihr auf der Seite. Wer ein paar Cent \u00fcbrig hat, kann damit gern etwas Gutes tun und sich mit den Ultra Boys solidarisieren.<\/p>\n<div class=\"inline-attachment\">\n<dl class=\"thumbnail\">\n<dt><a href=\"http:\/\/gruppa-sued.de\/Wurstbrot!\/download\/file.php?id=150&amp;sid=a65aa39bfda3da9081fb286c83754427&amp;mode=view\"><img decoding=\"async\" title=\"Colomiers6.jpg (363.03 KiB) 54-mal betrachtet\" src=\"http:\/\/gruppa-sued.de\/Wurstbrot!\/download\/file.php?id=150&amp;t=1&amp;sid=a65aa39bfda3da9081fb286c83754427\" alt=\"Colomiers6.jpg\" \/><\/a><\/dt>\n<\/dl>\n<\/div>\n<p>Die Stimmung war bei unseren Freunden nat\u00fcrlich erstmal im Eimer. Der Plan, mit Pierre-Luc und ein paar anderen noch Flammkuchen essen zu gehen, wurde erstmal geknickt. Zumal es auf der sp\u00e4teren Party noch etwas zu Essen geben sollte. Also lotste uns unser Freund Pierre Luc (der Anno Dr\u00f6lfzig sogar schon mal Einwechselspieler der Gruppa beim Benny-Cup war) in ein Gewerbegebiet au\u00dferhalb von Strasbourg. Dort hatten die Stra\u00dfburger einen Club gemietet mit allem drum und dran. Sie hatten sich echt richtig viel M\u00fche gegeben. Alte Fahnen aus der UB\u201990 Geschichte zierten den Dancefloor und f\u00fcr wenig Geld gab es Essen und Trinken bis zum geht nicht mehr. Wobei mir die W\u00fcrstchen mit ihrer merkw\u00fcrdig rosa-violetten F\u00e4rbung etwas gruselig vorkamen. Also lief ich mal eben zu den Biertischen, wo die Gruppa gerade mit Kenny (dem alten Vors\u00e4nger der Ultra Boys) ins Schwadronieren geraten war und fragte, wie die Wurst schmeckte. Die Jungs hoben allesamt ihre Daumen und damit war das Ding vom Tisch beziehungsweise eher auf dem Tisch, denn nun wollte ich auch eine. Maxi meinte, dass sei die \u00fcbliche Lebensmittelfarbe in der Gegend. Er sei erst k\u00fcrzlich in einer Fleischerei gewesen und da sahen wohl alles so aus, schmeckte aber super. Nor \u2013 den. Die Party kam derweil etwas schwer in Gang, weil nat\u00fcrlich erstmal der Frust weggesoffen werden musste. Nach weniger als 2 Stunden war dieses Pensum dann allerdings erreicht und es entwickelte sich eine sudelige Ultra-Party wie sie im Buche steht. Irgendwann war dann auch Petit Louis am Platz. Der hat doch im Moment Stadionverbot und musste arbeiten. Schei\u00df drauf. Jetzt konnten wir etwas plaudern, beziehungsweise er kiffte sich mit seinem Kumpel erstmal die Birne weg. Ein Teil der Berliner und Karlsruher war dann in Richtung Karlsruhe aufgebrochen, was den Rest jedoch nicht aufhielt weiterzufeiern. Im Gegenteil. Ich dachte, ich k\u00f6nnte im 9er etwas Ruhe finden, da wurde pl\u00f6tzlich die Ausw\u00e4rtstrommel rausgeholt und die Meute feierte vor dem Club mit Bengalos und Rauch und Mische umherspritzen und Pogen und eklig sein. Junge Junge. Eigentlich waren unserer Reisegruppe klare Schlafpl\u00e4tze zugeordnet, doch irgendwie drohte das alles im Schnaps unterzugehen. Ich hatte den Eindruck neben Pierre-Luc der einzig N\u00fcchterne auf der Party zu sein. Als er mir anbot, mit in seine Bude zu kommen, sagte ich sofort &#8222;oui&#8220;. Ich brauchte dringlich Schlaf. Wir nahmen noch den betrunkenen GSB-T\u00eate mit und lie\u00dfen den Rest weiter absaufen. Jetzt gab es keinen Fahrer mehr. Okay. Aber das ist doch besser als mit einem fahruntauglichen Fahrer unterwegs zu sein. Berichten zu Folge schliefen die Jungs also im Unkraut neben den 9ern, beziehungsweise trommelten bis zum Morgen, um dann gegen 07:00 Uhr noch ins Ultras-Lokal zu fahren, um dort weiter zu saufen und zu trommeln.<\/p>\n<p>Uns erging es anders. T\u00eate und ich versuchten m\u00f6glichst leise zu sein, um Pierre Lucs Freundin nicht zu wecken und schliefen friedlich locker 5 Stunden mitten im Herzen von Strasbourg. An meine Tr\u00e4ume kann ich mich nicht erinnern, aber ich bin mir sicher, dass franz\u00f6sische Stadionges\u00e4nge darin vorkamen. Ich bekam den Ohrwurm gar nicht mehr raus. Was f\u00fcr ein fulminanter Start ins Wochenende! Grandios.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zuschauer: 27.820 Ein langersehntes Wochenende mit der Blau-Wei\u00dfen-Achse Teil I Das Leben spielt uns allen oft \u00fcbel mit und zu viele Dinge machen uns Tag ein Tag aus betr\u00fcbt. Was wir alle brauchen, sind positive Ausblicke. Wir brauchen Vorfreude. Als irgendwann im Winter die Termine f\u00fcr den letzten Spieltag bekannt gegeben wurden, war so ein Ausblick pl\u00f6tzlich da. 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