{"id":1881,"date":"2017-11-26T23:26:23","date_gmt":"2017-11-26T21:26:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gruppa-sued.de\/?p=1881"},"modified":"2022-09-18T18:12:29","modified_gmt":"2022-09-18T16:12:29","slug":"1-fc-koeln-hertha-bsc-02","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gruppa-sued.de\/?p=1881","title":{"rendered":"1. FC K\u00f6ln &#8211; Hertha BSC 0:2"},"content":{"rendered":"<p>Zuschauer: 47.800<\/p>\n<p>Kaum sich in den Gefilden der Gruppa befindend, werden meine unbedarften Fittiche mit der ehrbaren Aufgabe des Spielberichts betraut, den es jetzt in die Tasten zu hauen gilt. Wie es zu diesem Awayday kam, bedarf l\u00e4ngerer Ausf\u00fchrung. Der November hielt Einzug in unsere geliebte Heimatstadt und so fand ich mich alsbald in den R\u00e4umen der Messe zur halbj\u00e4hrlichen Mitgliederversammlung wieder. Noch keinen Gedanken danach verschwendet, \u00fcberhaupt den Weg in die Rheinmetropole anzugehen, sprach mich ein gesch\u00e4tzter Kumpel darauf an, dass es wohl m\u00f6glich sei, dass Amirs Schwester ihren Wagen zur Verf\u00fcgung stelle und so eine Anreise gew\u00e4hrleisten k\u00f6nnte. Erst noch flei\u00dfig nickend, ohne das potenzielle Angebot wirklich annehmen zu wollen, freundete ich mich allm\u00e4hlich mit dem Gedanken an, am heiligen Sonntag den Weg gen Westen anzutreten, um der ruhmreichen Alten Dame beim Gastspiel zuzugucken. Nach der gef\u00fchlt zehnten Erbsensuppe war es dann soweit: Ich wollte nach K\u00f6ln! Schon wieder zuhause angelangt wurde der hochgesch\u00e4tzte Amir mit einer Sprachnachricht kontaktiert. Aufgrund einiger Umst\u00e4nde meinte dieser zun\u00e4chst, sich erst sp\u00e4ter dazu \u00e4u\u00dfern zu wollen. Und jeder, der Amir auch nur ein wenig kennt, wei\u00df um das Gl\u00fccksspiel, was nun beginnen sollte. Mit beharrlicher Regelm\u00e4\u00dfigkeit hakte ich bei ihm nach, um doch endlich wenigstens Gewissheit zu haben, ob es denn am letzten freien Tag der Woche ausw\u00e4rts gehen sollte. Fortuna sollte mir wohl gesonnen sein und so trudelte nach Tagen des Zweifelns und bangen Hoffens die Nachricht ein, dass das Auto wohl verf\u00fcgbar sei. Die Problematik sollte eher beim Finden des Fahrers liegen, da sowohl Herr H. als auch meine Wenigkeit sich beim Thema F\u00fchrerschein eher durch Prokrastination als durch irgendetwas anderes auszeichnen. Nun denn, ungef\u00e4hr 12 Stunden vor n\u00f6tiger Abfahrt rief mich ein v\u00f6llig aufgel\u00f6ster Amir an, um sich zu erkundigen, ob es denn bei meiner Zusage bliebe, da ich auf Telegram nicht binnen zwei Minuten geantwortet hatte. Ich sagte nat\u00fcrlich zu und so fand ich mich am Sonntag bei sch\u00f6nem Sonnenschein und eisiger K\u00e4lte im Wedding wieder, wo ich vom Fahrer sowie von Amir begr\u00fc\u00dft wurde. Vom eigentlichen Ausl\u00f6ser meiner Fahrt fehlte leider jede Spur, da er es ob Arbeit nicht vermochte, unsere Gruppe zu komplettieren.<\/p>\n<p>Aber sei es drum, so sollte es in einem stabilen Trio an den Rhein gehen. Grundsolide wurde unser Vehikel aus der Bundeshauptstadt herausman\u00f6vriert und alsbald fanden wir uns auf der Autobahn wieder. Bei Schmalzstulle und tiefsch\u00fcrfenden politischen Gespr\u00e4chen ging die Zeit auch schnell rum, und es konnte Bundesland f\u00fcr Bundesland abgeklappert werden. Das einzig Kritische war das Fehlen eines USB-Anschlusses oder einer Bluetooth-Verbindung, sodass wir gezwungen waren, einen Blick in das CD-Fach zu werfen, was f\u00fcr unseren Musikgeschmack lediglich eine Best-Of-80&#8217;s-Scheibe zu Tage f\u00f6rderte, die sogleich gepumpt wurde. Anschlie\u00dfend mussten wir erneut umdisponieren und da war er: Irgendein Radiosender inmitten von Niedersachsen, bei dem man sich am Sonntag \u00fcber Whatsapp ein Lied w\u00fcnschen durfte. Es wurde nicht lange gefackelt, die entsprechende Nummer herausgesucht und eine klassische Amir-Memo versendet. Hatten wir vorher noch ausgemacht, eher nicht zu erw\u00e4hnen, wer sich gerade das Lied w\u00fcnscht, erklang beim erneuten Abspielen seitens Amir eine vergn\u00fcgte Stimme, die bereitwillig das Verreisen dreier Blau-Wei\u00dfer gen K\u00f6ln verk\u00fcndete. Nichtsdestotrotz hofften wir darauf, dass sich der Sender unserer erbarmt und das f\u00fcr unser Trio legend\u00e4re \u201eDon&#8217;t act like you know me\u201c zum Besten gibt. Erst schien es noch als sollte unser Plan Fr\u00fcchte tragen. Ungef\u00e4hr eine halbe Stunde nach Versenden der Nachricht antwortete uns der Patrick, der unserer Gruppe nicht nur einen sch\u00f6nen Resttag w\u00fcnschte, sondern auch versprach, uns umgehend Bescheid zu geben, falls das Objekt der Begierde die Zuh\u00f6rer begl\u00fccken sollte. Erwartungsvoll fuhren wir geschlagene zwei Stunden weiter, aber nichts passierte. Irgendwann gaben wir es resigniert auf, im immer st\u00e4rkeren Rauschen des Senders auf unseren Moment zu warten. N\u00e4chstes Mal wird auf der Autobahn gehalten und gewartet!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1885\" src=\"https:\/\/www.gruppa-sued.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/photo_2017-12-03_22-55-39-333x250.jpg\" alt=\"\" width=\"333\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.gruppa-sued.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/photo_2017-12-03_22-55-39-333x250.jpg 333w, https:\/\/www.gruppa-sued.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/photo_2017-12-03_22-55-39-1067x800.jpg 1067w, https:\/\/www.gruppa-sued.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/photo_2017-12-03_22-55-39-624x468.jpg 624w, https:\/\/www.gruppa-sued.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/photo_2017-12-03_22-55-39.jpg 1280w\" sizes=\"(max-width: 333px) 100vw, 333px\" \/><\/p>\n<p>Gegen halb f\u00fcnf wurde die Rheinbr\u00fccke \u00fcberquert und nach einigem verzweifelten Suchen fand unsereins sowohl die richtigen Ausfahrten als auch den anvisierten G\u00e4steparkplatz. K\u00f6ln empfing uns mit Temperaturen sibirischen Ausma\u00dfes und so kannte nach dem Organisieren eines Steher unsere Vorfreude kaum noch Grenzen als wir im G\u00e4steblock standen und auf den Anpfiff warteten. Erheiternd waren zu diesem Zeitpunkt lediglich einige Hertha-Anh\u00e4nger, die es f\u00fcr sinnvoll erachteten ihre komplette obere Kleidungsschicht mit genauso selten gesehenen wie \u00e4sthetisch unterirdischen Klebern einzukleistern. Auf der Gegenseite erwartete man ob zweier Spruchb\u00e4nder \u2013 eines im Ober- und eines im Unterrang \u2013 eine Choreographie f\u00fcr die k\u00fcrzlich verstorbene Vereinsikone Hans Sch\u00e4fer. Im Vorfeld der Partie organisierten die Anh\u00e4nger des Effzeh einen Trauermarsch und auch im weiteren Verlauf schenkte man lediglich eine Fahne mit dem Konterfei des Weltmeisters von 1954. Eine den ganzen Block umfassende Choreo gab es allerdings nicht. Letztlich f\u00fcllte sich der G\u00e4steblock doch noch mit einer respektablen Anzahl der blau-wei\u00dfen Fanschar.<\/p>\n<p>So hie\u00df es kurz nach sechs: Anpfiff! Stimmungtechnisch mittelm\u00e4\u00dfig und spielerisch mit der \u00fcblichen G\u00e4nsehautArt starteten die Herthaner gegen die bis dato in der Bundesliga sieglosen K\u00f6lner. Eigentlich erwartete man unter diesen Voraussetzungen einen klaren Sieg der Gastgeber, wie diese Saison in der zweiten Pokalrunde. Doch die Mannschaft riss sich kurz am Zipfel und so konnte man doch tats\u00e4chlich in F\u00fchrung gehen. Ganz sch\u00f6n krummes Ding. Gef\u00fchlt der halbe G\u00e4stebereich erwartete ein Abpfeifen der Situation, sodass ein Torjubel erst sp\u00e4ter einsetzte, aber daf\u00fcr umso erleichterter ausfiel. Allm\u00e4hlich gewann man auch die Stimmungshoheit und so peitschten durchaus einige Male die Ges\u00e4nge und Schlachtrufe durch&#8217;s weite Rund. Nach dem Pausentee schien es, als wolle Hertha die Pl\u00e4ne zum unerwarteten Ausw\u00e4rtsdreier noch mit allen Mitteln torpedieren. Absolut katastrophale Fehlp\u00e4sse und die Raumaufteilung einer C-Jugend hatten zur Folge, dass die K\u00f6lner Angriffswelle um Angriffswelle fuhren, sich aber nicht belohnten. H\u00f6hepunkt war dann ein Zurate ziehen des Videobeweises, geschlagene drei Minuten nach der eigentlichen Situation, was sowohl auf der Heim- als auch auf der G\u00e4steseite einiges an Unmut nach sich zog, zumal sich der Verdacht des Handspiels als nichts au\u00dfer hei\u00dfe Luft entpuppte. Mitten in diese Phase platzte ein Sprint Selkes, der nur durch ein Foulspiel im Strafraum zu stoppen war. Der f\u00e4llige Strafsto\u00df wurde vom heutigen Doppelpacker, dem VedaTOR, sicher verwandelt. Der Block explodierte und sp\u00e4testens jetzt hatten wir richtig Spa\u00df, w\u00e4hrend die K\u00f6lner es endg\u00fcltig aufgaben, ihre heute von der Lautst\u00e4rke echt entt\u00e4uschenden Ges\u00e4nge anzustimmen. Vielleicht wegen der Trauer um Sch\u00e4fer, vielleicht aufgrund fehlender Einf\u00e4lle konnte meinerseits zudem keine Fortsetzung des sogenannten \u201eSpruchbandbattles\u201c ersp\u00e4ht werden. Die Messe war also quasi eine halbe Stunde vor Schluss gelesen und so war es an der Zeit, allerfeinste P\u00f6beleinlagen vom Stapel zu lassen. Au\u00dfer Rand und Band schrie man sich mit \u201eAbsteiger\u201c die Seele aus dem Leib und auch das allseits bekannte \u201eCologne, Cologne&#8230;\u201c schallte durch die abendliche Spielst\u00e4tte. Die K\u00f6lner Antworten waren dann doch eher gewollt als gekonnt und sorgten so f\u00fcr allgemeine Heiterkeit.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1884\" src=\"https:\/\/www.gruppa-sued.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/photo_2017-12-03_22-55-43-333x250.jpg\" alt=\"\" width=\"333\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.gruppa-sued.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/photo_2017-12-03_22-55-43-333x250.jpg 333w, https:\/\/www.gruppa-sued.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/photo_2017-12-03_22-55-43-1067x800.jpg 1067w, https:\/\/www.gruppa-sued.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/photo_2017-12-03_22-55-43-624x468.jpg 624w, https:\/\/www.gruppa-sued.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/photo_2017-12-03_22-55-43.jpg 1280w\" sizes=\"(max-width: 333px) 100vw, 333px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nach Abpfiff noch kurz mit der Mannschaft gefeiert, hie\u00df es kurz darauf den Weg zum Auto zur\u00fcckzufinden, was erfolgreich bew\u00e4ltigt wurde. W\u00e4hrend die Neuner der restlichen Herthafans von den K\u00f6lnern noch pers\u00f6nlich verabschiedet wurden, waren wir schon auf dem Weg gen Heimat. Auch die gestaltete sich wieder schwieriger als erwartet, da es fast 30 Minuten dauerte ehe wir herausbekamen, wie denn das verdammte Licht einzuschalten war. Kurz noch bei zwei Tanken und BK gehalten, um nochmal ein wenig Super bleifrei in den Wagen zu lassen und sich die sonnt\u00e4gliche Ladung Pappe abzuholen. Kurze Zeit sp\u00e4ter schon fand man sich im heimischen Berlin wieder. Dickes Dankesch\u00f6n hier nochmal an den knallhart, mit ordentlich Hilfe koffeinhaltiger Getr\u00e4nke durchgeballerten Fahrer! Die Stadt hie\u00df mich nat\u00fcrlich auch geb\u00fchrend willkommen, durfte ich doch allen Ernstes eine halbe Stunde bei lausiger K\u00e4lte und nervigem Wind auf den Folgebus warten, da mein eigentlicher es f\u00fcr n\u00f6tig hielt, vor der Abfahrtszeit loszufahren. Doch nichts ist von Dauer und so konnte ich auch diese Minuten rumbringen, ehe ich mich noch nach einigen zu Fu\u00df zu schaffenden Metern voller Vorfreude auf die in einigen Stunden beginnende Uni in den heimischen Federn wiederfand.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zuschauer: 47.800 Kaum sich in den Gefilden der Gruppa befindend, werden meine unbedarften Fittiche mit der ehrbaren Aufgabe des Spielberichts betraut, den es jetzt in die Tasten zu hauen gilt. Wie es zu diesem Awayday kam, bedarf l\u00e4ngerer Ausf\u00fchrung. 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