{"id":398,"date":"2007-05-25T20:28:39","date_gmt":"2007-05-25T18:28:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gruppa-sued.de\/?p=398"},"modified":"2022-09-18T18:12:34","modified_gmt":"2022-09-18T16:12:34","slug":"frankfurt-hertha-bsc-12-19-5-07","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gruppa-sued.de\/?p=398","title":{"rendered":"Frankfurt &#8211; Hertha BSC (1:2) (19.5.07)"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.gruppa-sued.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/sge-bsc4.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-399 aligncenter\" alt=\"sge-bsc4\" src=\"https:\/\/www.gruppa-sued.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/sge-bsc4.jpg\" width=\"595\" height=\"408\" srcset=\"https:\/\/www.gruppa-sued.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/sge-bsc4.jpg 595w, https:\/\/www.gruppa-sued.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/sge-bsc4-365x250.jpg 365w\" sizes=\"(max-width: 595px) 100vw, 595px\" \/><\/a>Teil 2<\/p>\n<p>Die unbequeme Nach in einem franz\u00f6sischem Gewerbeviertel war zu einem abrupten Ende gekommen. Ich stieg \u00fcber Halbtote, gelangte zum Wasserhahn neben einer Klosch\u00fcssel \u2013 \u201eBad\u201c wollen wir den Ort mal nicht nennen \u2013 und genoss den Zahnputz. Im Partyraum, in dem die Baguetteschlacht und mehr stattgefunden hatte, lief schweinelaute SKA-Mucke mit \u2013 wenn mich meine Erinnerung nicht t\u00e4uscht \u2013 einem feinen Dudelsackfragment in der Komposition. Zwei, drei Typen bewegten sich zu der Mucke, der Rest des Raumes hatte alle Viere von sich gestreckt.<!--more--><\/p>\n<p>Endlich wurde der Rest der Schar aus den Federn gebr\u00fcllt und wir stiegen die schmale Treppe hinab zum gerade eingetroffenen Bus. Die fehlenden Berliner \u2013 die schon im Badener Land waren \u2013 wurden durch Franzosen ersetzt und gemeinsam fuhren wir ab ins Traumland, denn bei dieser Fahrt schlief ausnahmslos, zum erstenmal in meiner Laufbahn, wirklich die komplette Busbesatzung. Nach eine sehr bequemen Stunde erholsamen Schlafes kamen wir am Karlsruher HBF an. Hier fr\u00fchst\u00fcckte ich mit Zottel, Marco W. und einer kleinen Schar Franzosen im angenehmen Halbschatten des Bahnhofsvorplatzes. Ich hatte Brezeln und Fruchtnektar gew\u00e4hlt, eine wahrlich gute Wahl, die mir das Leben in den Leib zur\u00fcckrief. Dann verstauten wir noch schnell unsere Taschen in Jules vorgefahrenen Flitzer und trafen uns mit dem Zugfahrermob in der Bahnhofshalle.<\/p>\n<p>Mit sch\u00e4tzungsweise 70-80 Leuten ging die Regionalbahnfahrt von Karlsruhe \u00fcber Mannheim nach Frankfurt los. Die Tickets hatte Roy bei sich im Koffer zu liegen. Ich denke, dass muss ich zuk\u00fcnftig nicht mehr erw\u00e4hnen, da eh jeder wei\u00df wer unser Zugfahrtenorganisator und Financier ist. Bis Mannheim verhielt ich mich ruhig und beschr\u00e4nkte meine Aktivit\u00e4ten darauf Aufkleber zu verkleben und einer alten Frau zu lauschen, die von ihrem gro\u00dfen Traum erz\u00e4hlte, in dem sie einmal zu Besuch bei Wladimir Putin ist und es Gr\u00fcnkohl zum Mittag gibt. Ab Mannheim sa\u00df ich zusammen mit Zottel und Atze Peng aus Ettlingen und drehte f\u00fcr eine Stunde komplett am Rad. Ich schrie wie am Spie\u00df, klopfte, h\u00e4mmerte, bl\u00f6delte, summte, sang und reimte, dass es den restlichen Menschen im Zugabteil ein Grausen war. Wollen wir an dieser Stelle einfach der reduzierten Nachtruhe die Schuld geben. In dieser Verfassung entstand \u00fcbrigens auch der, inzwischen schon legend\u00e4re, Witz \u00fcber den freundlichen Brillentr\u00e4ger von Armata.<\/p>\n<p>Am HBF in Frankfurt trafen wir auf die Herthaatzen, die die letzte Nacht in Regionalbahnen verbracht hatten und zusammen fuhren wir mit der S-Bahn zum Waldstadion. Dort wurden wir von den Gr\u00fcnen empfangen, allerdings nicht in gro\u00dfer Anzahl, was etwa 50 Frankfurter anlockte und die Bullen schnell dazu veranlasste uns in einen Seitenweg zur rechten zu dr\u00e4ngen, der sich als Falle herausstellte. Hinter einer Kurve sahen wir die geschlossenen Eingangstore des Stadions, links und rechts waren Umz\u00e4unungen und Mauern und im R\u00fccken versperrte uns pl\u00f6tzlich eine behelmte Blockade die Stra\u00dfe. Wie die Maus in der Falle sa\u00dfen wir nun rum und warteten zwei Stunden auf die \u00d6ffnung des Stadions..<\/p>\n<p>Das Spiel ging ruhig los. Torchancen waren auf beiden Seiten Mangelware. Zum Ende der zweiten Halbzeit wurde Frankfurt etwas st\u00e4rker und h\u00e4tte durch Fink eigentlich in F\u00fchrung gehen m\u00fcssen. In der zweiten Halbzeit hatte Frankfurt gleich wieder eine gute Chance. Doch zum Gl\u00fcck traf Takahara nur das Au\u00dfennetz. Im Gegenzug traf Kevin Boateng (48.) ziemlich \u00fcberraschend zur 1:0 F\u00fchrung f\u00fcr Hertha, wobei nicht ganz deutlich wurde, ob es sich um einen Torschuss oder eine missgl\u00fcckte Flanke gehandelt hatte. Hertha wurde nun besser, verpasste es aber ein weiteres Tor zu erzielen und so konnte die Eintracht nach 20 Minuten, durch einen Freisto\u00df von Albert Streit, den Ausgleich schaffen. Frankfurt dr\u00e4ngte nun auf den Sieg und die Herthaverteidigung wackelte. Letztlich blieb sie aber doch stehen und drei Minuten vor dem Ende bereitete der eingewechselte Zecke Neuendorf bei seinem letzten Pflichtspiel f\u00fcr Hertha den 2:1 Siegtreffer von Marco Pantelic vor. Immerhin: Ein knapper Sieg im letzten Spiel, bei dem es schon um nichts mehr ging, als den sportlichen Ergeiz, die gegnerische Mannschaft zu schlagen.<\/p>\n<p>Die Stimmung im Block von Blau und Weiss war heute f\u00fcr mich leider entt\u00e4uschend. Das lag wohl auch daran, dass wir \u2013 reisebedingt \u2013 keine Trommel dabei hatten und es im gesamten Herthablock nur einen anderen Trommler gab, was die Koordination nat\u00fcrlich erschwerte. Ein anderer Grund war sicher die gute Stimmung der Eintrachtfans, die \u0013 mit kurzen Unterbrechungen \u2013 f\u00fcr eine brachial lautstarke Atmosph\u00e4re sorgten, die sicherlich auch in Europa keine Vergleiche scheuen muss. Manchmal f\u00fchlte man sich an die Wand gedr\u00fcckt, auch wenn man mit tiefrotem Kopf alles gab, br\u00fcllend der \u00dcbermacht zu widerstehen.<\/p>\n<p>Nachdem Spiel zog die Blau-Wei\u00dfe Schar geschlossen durch die Nachmittagshitze zum Busparkplatz und sorgte f\u00fcr eine klingelnde Getr\u00e4nkekasse im DSB-Bus. Nach wenigen Minuten ging es weiter auf Irrwegen durch den Wald und letztendlich in einen Zug der uns, an einer p\u00f6belnden Menge vorbei, wieder zum Hauptbahnhof brachte. Nachdem ein ICE doch nicht geentert wurde, nahmen wir wieder eine Regionalbahn nach Mannheim. In einer netten Gespr\u00e4chsrunde erkl\u00e4rten Oliver und ich, wie wir bei Frauen zu landen suchen: Er spricht die Worte: \u201eEy, biste ne Polin oder watt?\u201c und ich erkl\u00e4re den Unterschied von K\u00fchen und F\u00e4rsen.<\/p>\n<p>Endlich durch die Schw\u00fcle des Abends hindurch waren wir wieder in die F\u00e4cherstadt gelangt. Bevor es zu den anderen ins FP ging, musste Abk\u00fchlung her und so zeigte Jule Olli, Zottel und mir den besten Eisladen der Stadt. Das Eis war ungelogen so gut, dass ich ein weiteres mal an diesem Tag kreischen musste \u2013 und dabei ziemlich unbeholfen herumsprang -, so dass eine Gruppe s\u00fcdl\u00e4ndischer Touristinnen mir sogleich Gesundheit w\u00fcnschte und sich \u2013 ernsthaft \u2013 besorgt nach mir umdrehte. Im FP hielt ich man dann mal wieder \u2013 irgendwie war das heute ein auf und ab \u2013 etwas im Hintergrund, l\u00fcmmelte auf den geliebten Sofas rum und spielte mit Pengo-Johnny von der Gruppo und Zottel \u201eIch packe meinen Koffer\u201c. Die gro\u00dfartigsten Begriffe hierbei waren f\u00fcr mich: Haarb\u00fcrscht und Propfen (das ist so geschrieben, wie es Zottel auch sprach). Nach einem Gruppenfoto mit Fackeln und allem Drum und Dran, soff der harte Kern \u2013 der auch schon auf der ICE-Fahrt nach Stra\u00dfburg f\u00fcr Furore gesorgt hatte \u2013 m\u00e4chtig was weg und feierte zum Wolfgang-Sch\u00e4uble-Song und den \u00fcblichen verbotenen Liedern ab. Zum Gl\u00fcck konnte ich die Ettlinger Crew irgendwann zum Aufbruch \u00fcberzeugen und so steuerte ich uns dann in Jules Auto \u2013 das sie uns sehr freundlicher Weise zu Verf\u00fcgung gestellt hatte \u2013 in den Ort mit der guten Luft und meiner KSC-Stammbettw\u00e4sche. Endlich, schlie\u00dflich wollte die Sonne auch bald wieder ihre Hitzestrahlen loswerden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Fazit: Eine mehr als durchwachsene Herthasaison 06\/07 war nun zu Ende gegangen. Klar hatten Viele gesagt, dass das Ziel unter den Vorraussetzungen vor der Saison nur der Klassenerhalt sein konnte. Das war zum Ende relativ knapp geschafft worden, wor\u00fcber sich aber sicher Niemand wirklich freute. Es war mehr ein Gef\u00fchl der Erleichterung, das die Ver\u00e4rgerung allerdings nicht g\u00e4nzlich verdr\u00e4ngen konnte. Hoffen wir das die Jungs in Blau und Weiss in der Sommerpause zu sich finden und die neue Saison vielleicht doch auch positive \u00dcberraschungen mit sich bringt.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">kbk 2007<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Teil 2 Die unbequeme Nach in einem franz\u00f6sischem Gewerbeviertel war zu einem abrupten Ende gekommen. 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