{"id":423,"date":"2006-11-22T20:48:12","date_gmt":"2006-11-22T18:48:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gruppa-sued.de\/?p=423"},"modified":"2022-09-18T18:12:35","modified_gmt":"2022-09-18T16:12:35","slug":"dortmund-hertha-12-18-11-06","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gruppa-sued.de\/?p=423","title":{"rendered":"Dortmund &#8211; Hertha (1:2) (18.11.06)"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.gruppa-sued.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/do-bsc3.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-424 aligncenter\" alt=\"do-bsc3\" src=\"https:\/\/www.gruppa-sued.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/do-bsc3.jpg\" width=\"595\" height=\"408\" srcset=\"https:\/\/www.gruppa-sued.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/do-bsc3.jpg 595w, https:\/\/www.gruppa-sued.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/do-bsc3-365x250.jpg 365w\" sizes=\"(max-width: 595px) 100vw, 595px\" \/><\/a>&#8222;Es wird nur Schindluder mit uns getrieben!&#8220; Der Gedanke wuchs in mir bis die Knospe fast geplatzt w\u00e4re. An einschlafen war nicht zu denken. Man kann sich doch auf fast nichts mehr verlassen. Ein Beispiel aus der U-Bahn: Mir ist, als eingest\u00e4ndiger F\u00fchrer von Selbstgespr\u00e4chen, bewusst geworden, dass alle Menschen die Selbstgespr\u00e4che im allt\u00e4glichen Leben f\u00fchren, entweder geistig verwirrt (manche sagen verr\u00fcckt) sind oder, dass sie so ein modernes headset am Kopf tragen und also gar nicht wirklich mit sich selbst reden. Die verkohlen uns! Ich war wie aufgedreht, griff zum Duden und las das H\u00e4moglobin mit Hb abgek\u00fcrzt wird. Ein Zittern befiel mich. Zum Gl\u00fcck wurde es aber nicht im Jahr &#8217;98 entdeckt, sondern im Jahr 1851. Otto Funke schaffte es damals als erster Blut zu kristallisieren. Es wurde erkannt das Hb der rote Farbstoff in den Erythrozyten ist. Also: Rot und nicht Blau-Wei\u00df und &#8217;51 und nicht &#8217;98. Beruhigt konnte ich endlich einschlafen..<!--more--><\/p>\n<p>Weniger traumlose Schlafmomente sp\u00e4ter klingelte der Wecker und ich begab mich in Montur und schleppte die zahlreichen Fanutensilien, samt meinem Leib die Treppe herunter und ins Auto von Frank. Wir haben wirklich den richtigen Neuen bei der GSB eingestellt. Dieser Neuk\u00f6lln-Taxiservice ist unbeschreiblich gut.<\/p>\n<p>Am Alex standen dann die selben Halunken wie immer und die ersten Ger\u00fcchte von den Bonobos machten die Runde. Am Kaiserdamm enterte die heldenhafte Triebcrew dann auch den hinteren Bus und der Fotograph von der Brigade bekam sein eingefordertes Geschenk, in Form einer 2-Liter Flasche mit Luckenwalder Pilsner, f\u00fcr seinen ergaunerten eintausendsten Eintrag im G\u00e4stebuch der G.S.B.! Die Gesichter der, dem Fleische Verfallenen, strahlten unaufh\u00f6rlich und gespickt von Fotos und Filmausschnitten auf diversen Handys bekam man ausf\u00fchrliche Berichte der n\u00e4chtlichen Schandtat zu h\u00f6ren. Die Konklusion dieses -wissenschaftlich bedeutenden- Vortrages kann ich hier noch einmal als Zitat f\u00fcr die Minderj\u00e4hrigen Nichtmitfahrer niederschreiben, damit Ihr richtig versaut werdet: &#8222;Sex ist das Eine und Gang Bang das andere..&#8220;<\/p>\n<p>Nachdem ich zum ersten mal in meinem Busleben einen schwarzen Strich von irgend so einem Keim ins Gesicht gepinselt bekam waren wir auch schon da. Das leuchtende Gelb der B\u00e4ume, deren St\u00e4mme tats\u00e4chlich Schwarz waren, h\u00e4tte einen poetisch werden lassen k\u00f6nnen, w\u00e4re man nicht im Ruhrpott gewesen und von der dortigen Einf\u00e4ltigkeit vereinnahmt worden. Am Parkplatz kam dann die Nachricht das der UB\/PS-Bus noch im Stau bei Aachen oder Hagen st\u00fcnde und so ging es f\u00fcr einen Gro\u00dfteil der Einheit zum Groundhopping. Ich unterbreche also den Redefluss mit einem kurzen Hoppingbericht vom Spiel: TSV Eintracht Dortmund- Rothausen. Im alterw\u00fcrdigen Stadion von mindestens Anno 1835 erspielten sich die Hellblauen zun\u00e4chst zahlreiche Chancen, konnten diese aber nicht in Tore umm\u00fcnzen. Rothausen spielte clever nach vorne und konnte durch Ali (34.) und Matthias Gromotschkie (41.) schon vor der Halbzeit klar in F\u00fchrung gehen. Die Fans pfiffen die Luschen erbittert aus und forderten ein kollektives Arschaufrei\u00dfen in Halbzeit Zwei, sowie den R\u00fccktritt des Pr\u00e4sidiums. Die Pozilei r\u00fcckte auf den Plan. Eine Eskalation stand kurz bevor. &#8222;Wenn ihr absteigt bringen wir euch um&#8220; war die letzte Drohung, die die treuen Fans ihren Millionarios und Fussballg\u00f6ttern noch entgegenschleuderten..Fazit: Es steht wahrlich nicht gut um den TSV Eintracht.<\/p>\n<p>Endlich war der Doppeldecker unserer vereinten Freunde da und gemeinsam marschierte Berlin, Karlsruhe und Strasbourg durch die Massen der schwarzgelben Menschenfresser zum Westfalenstadion. Sowas hatten die westlichsten Vollostler noch nie gesehen. Daher muss man \u00fcber ihre Geifertropfenden M\u00fcnder hinwegsehen. Die Fahnen wurden gehisst und geschwenkt, die Trommeln mehr schlecht als recht angegurtet und die Stimmen ge\u00f6lt. Schlie\u00dflich mussten wir ja gegen die Makrokurve schlechthin antreten. Das Spiel konnte beginnen. Beim Tippspiel im Bus wollte ich noch optimistisch sein und setzte meinen wertvollen \u20acuro auf ein 1:1. Doch es kam besser als man es sich erhoffte. Die alte Dame st\u00fcrmte ohne Vorwarnung auf die verdutzten Borussen los, dass jene fast zu weinen begonnen h\u00e4tten. Der Eichenstamm von Hertha, Andi Schmidt, k\u00f6pfte wahnsinnig geil die Pille in die Maschen (10.). Die pure Ekstase sollte noch extremer werden als Gilberto, von Pumuckls Ziehvater bedient, das 2:0 erzielte. Es waren gerade mal 15 Minuten gespielt. Unn\u00f6tigerweise bekamen die Gelben noch einen Elfmeter in der 23., welchen Frei auch ohne zu Zucken verwandelte. Aber egal. Die Abwehr stand fest wie ein Felsen in der Brandung und fast h\u00e4tte es sogar vorne noch mal geklingelt. Ausw\u00e4rtssieg. Seit 34 Jahren holt Hertha mal wieder 3 Punkte aus Dortmund und ich war dabei! Prost!<\/p>\n<p>Nachdem der Mob noch eine Weile im Block ausharrte um die Helden zu feiern- es kam aber nur Didi der auch gleich zu h\u00f6ren bekam, was ihm geb\u00fchrt- ging es wieder los. Fast wurde ich von einem Pfeiler kastriert und von einem Dortmunder Ochlokraten umgebracht, der inmitten der Blau-Wei\u00dfen Armee seiner Vorherbestimmung nach ging. Im Schwarz-Gelben Laub kam dann der arme Zottel fast zu Tode und den Wachtmeister juckte es nicht die Bohne. Nicht einmal als Zottel mit seinem Anwalt und Medienhysterie drohte reagierte das Faultier in Gr\u00fcn. Am Parkplatz gab es dann noch Party mit Rummelflair, dank dem Discjockey von der Kirmes in Marl. Ach nee, das war ja ein freundlicher Karlsruher der seinen Bauchladen klingen lie\u00df. Jedenfalls: Die Freunde feierten. Dann pl\u00f6tzlich aber brach Gewalt aus. Es flogen Flaschen und Leuchtraketen. Rechte Lieder wurden gegr\u00f6llt und Dortmunder Kinder \u00fcberfallen. Die Gr\u00fcnen hatten also alles Recht in gro\u00dfen Scharen den Gewaltp\u00f6bel einzukreisen und uns ein Platzverbot mit ca. 4 1\/2 Vorwarnungen zu geben. V\u00f6llig in Ordnung schlie\u00dflich hatten wir unsere Versammlung ja auch nicht vorher angemeldet.<\/p>\n<p>Gezwungener Ma\u00dfen verabschiedeten wir die Br\u00fcder und Schwestern von Rhein und Meinau und machten kehrt Richtung Spree. Herzlichen Dank oder auch merci beaucoup f\u00fcr euer mehr als zahlreiches Erscheinen!! Halbnackt tanzte und sang der Hinterbus dann im Vorderbus und sp\u00e4ter bei Mac Donalds. Ich h\u00f6rte zahlreiche Geschichten von meinem Banknachbarn, die mich doch sehr schmunzeln lie\u00dfen. Jener ist der Knecht unseres neuen Gruppenmitglieds Frank. Dieser Knecht hatte zuvor mit seinem Casanovafreund Bernd Stromberg die Sabbo Knabbo bel\u00e4stigt. Hierbei muss ich eingestehen, dass ich nicht ausreichend hinderlich gewesen bin. Eine Entschuldigung geht an die einzig wahre Frau im Bus.<\/p>\n<p>Nach Bier und Schlaf setzte Frank, &#8211; der inzwischen wieder Farbe im Gesicht hatte, nachdem er auf der Hinfahrt scheinbar Petroleum getrunken haben musste- dann Marn und mich wieder am Richardplatz ab.<\/p>\n<p>Fazit: Serien sind sowieso nicht aussagekr\u00e4ftig und nichts als Mumpitz!<\/p>\n<p>Fazit II: HERTHA, STRASBOURG, KARLSRUH &#8230;pour toujours!!<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">kbk 2006<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Es wird nur Schindluder mit uns getrieben!&#8220; Der Gedanke wuchs in mir bis die Knospe fast geplatzt w\u00e4re. An einschlafen war nicht zu denken. Man kann sich doch auf fast nichts mehr verlassen. 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