Karlsruher SC – 1.FC Kaiserslautern (2:0) (21.8.06)

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Die Stimme war noch nicht ganz wieder da, als wir mit dem GS-Auto am frühen Montag Berkenbrück in Richtung Hauptstadt verließen. Am Kaiserdamm traf man auf zwei 9ner, dann wurde Menschenhandel betrieben. Als alle ihren Platz gefunden hatten konnte die Fahrt ins schöne Badener Land beginnen. Das Ziel der Fahrt: Südwestgipfel zwischen unseren Geschwistern und dem Lumpenhaufen der Teufelsanbeter.

Die Hinfahrt verlief einigermaßen normal. Die “GS Sektion Algerien” berichtete von Gewaltexzessen, Vaterlandstreue und ähnlichem Krempel. Das Ehrenmitglied übernahm den Posten des Selectors. Vorbei an der Mainmetropole kamen wir als erste in KA an, angeblich hätten die 9ner zu viele Pausen aufgrund von intensivem Harndrang machen müssen und seien deswegen erst deutlich später eingetroffen. Die Wahrheit ist: Die Nürnbergroute ist einfach die schlechtere Wahl!

Im FP angekommen, genoss man endlich kühl beschlagene Zäpfle und vortreffliche Putensteaks, bis die andern kamen. Noch ein wenig kickern, quatschen und rumhängen und dann gings auch schon gemeinsam auf zum Stadion. Im Hardtwald traf man wieder einige Jogger und Biker, die nicht genau wussten wie sie dem Mob ausweichen sollten und schon standen wir vorm Wildparkstadion und kurze Zeit später im L-Block. Das Spektakel konnte beginnen.

Zu Spielbeginn gab es eine Choreo mit einem ewig langen “Karlsruhe”-Banner im Gegegengeradeseidenschalstyle, welches 7m (!) hoch war. In den unteren Blöcken der Gegengerade machten Blau-Weiße Fähnchen das Bild komplett. Wie man später auf Fotos erkennen konnte, war es eine sehr gelungene Aktion! Auch die Lauterer hatten ein Intro vorbereitet: Rot-Weiße Fähnchen. Außerdem gab es auf Blau-Weißer Seite gleich anschließend ein geiles Pyroinferno. Dazu die “Seven Nation Army”-Melodie. Es war einfach nur genial. Die Möchtegernteufel begannen auch erstaunlich gut, so konnte man Blockübergreifende Hüpfeinlagen und auch sonst einen ganz guten Support sehen…hören nicht. Aber das mag vielleicht an der Architektur und meinem Standort gelegen haben..

Auf dem Rasen ging es ziemlich ausgeglichen zu. Von Anfang an war klar das die Pfälzer, eine ziemliche Herausforderung für den KSC sein würden. In Grasgrünen Trikots kombinierten sie teilweise sehr gefährlich. Doch dank Killer-Miller blieb der Kasten sauber und die Blauen konnten sich nach vorne orientieren. Nach einigen Chancen traf dann Giovanni Federico in der 41. mit einem schönen Flachschuss in die linke untere Ecke. (Verzeihung, aber so genau kann ich die Tore im Olympiastadion halt sonst oft nicht sehen, der Werbebanden wegen..) Nach der Halbzeit sah man das gleiche Bild eines ausgeglichenen Spiels. Bis zur 74., als es Rot für einen Pfälzerdeppen gab der Freis im Strafraum gefällt hatte. Den berechtigten Elfmeter verwandelte wieder Federico zum 2:0 und somit zum Endstand, denn danach war der FCK tot.

Die Stimmung hing leider auf der Gegengerade manchmal etwas durch, wurde aber zum Ende hin wieder ziemlich gut. Was sicherlich auch am 2:0 und dem erneuten Pyro lag. Die Lauterer flachten (wie üblich) ab. Nachdem Spiel gab es dann ein fettes Humbaspektakel von Tobi und der Gegengerade mit den Spielern. Anschließend wurde alles unübersichtlich. Zunächst gab es eine Rauferei im Block über uns und anschließend verteilte sich mal wieder alles (Karlsruh,Berlin,Strasbourg,Pisa) in der Stadt. Gerüchte und undeutliche Handytelefonate machten die Verwirrung für mich komplett. Mit einem kleinen Trupp machten wir uns auf zum FP und warteten dort stück für stück auf Wiederkehrer, was dank der Bullerei ziemlich dauerte. Diese hatte mal wieder einen tollen Auftritt und hätte wohl am liebsten ganz KA festgenommen oder abgefilmt, selbst Zivilisten hatte es erwischt.. Zum Glück konnten wir dann vollständig um etwa 2 Uhr mit unseren Fahrzeugen aufbrechen.

In der zweiten Sintflut verlor ich natürlich einen 9ner vor mir und schlug dann wieder den Weg durch Hessen ein, gefolgt vom DS-9ner. Völlig übermüdet ließ ich dann gegen 5 das Ehrenmitglied ans Steuer und wachte um 7.30 am Kaiserdamm auf. Eine ereignisreiche, geile Fahrt nach Karlsruhe war beendet. Für mich bereits ein Highlight in dieser Saison.

Fazit: Vielleicht klappt es dieses Jahr ENDLICH mit dem Aufstieg. Ein Anfang wurde, vor erneut 32.306 Zuschauern gemacht!!

kbk 2006